Liegenschaftspolitik – einmal anders betrachtet

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Über die Liegenschaftspolitik wird in letzter Zeit viel gesprochen. Unser Blog ist bereits voll damit. Dabei geht es um politische (Fehl)entscheidungen, Immobilienspekulationen, Bodenpolitik, Vergabestrukturen und  Stadtentwicklung. Auf Tagungen, in Initiativen und Diskussionsportalen werden alternative Konzepte ausgetauscht.

Was aber geschieht hinter den Kulissen mit den Betroffenen? Wie gehen von Vertreibung bedrohte Menschen damit um?

Jenseits der Sachebenen passieren da oft Dinge, die man erst mal gar nicht versteht. Denn sie haben mit der Logik der oben genannten Sachthemen und Vorgehensweisen nicht viel zu tun. Da nehmen Mieter scheinbar eine Kündigung billigend in Kauf, da werden Handlungsoptionen ignoriert, emails über Monate nicht gelesen oder beantwortet, Machtkämpfe entbrennen, Intrigen werden geschmiedet, Gruppenbildung kommt nicht zustande, geschweige denn wirkungsvolles Handeln im Sinne eines gemeinsames Ziels.

Wie kommt das? Wollen nicht eigentlich alle das gleiche? Sitzen nicht alle in demselben „untergehenden Boot“?

Ja und nein. Denn wenn es um Vertreibung geht, werden Menschen sehr davon angerührt. Mehr als ihnen bewusst ist. Tief sitzende Ängste werden reaktiviert. Und individuelle Programme laufen wie automatisch ab. Man verletzt, um nicht verletzt zu werden, man strebt nach Besitz und Macht, um sich vor Verlust zu schützen, man vertreibt andere, um nicht selbst vertrieben zu werden. Täter und Opfer schieben sich in wechselnden Rollen Schuld zu. Die eigenen Erfahrungen mit Verlusten, Verletzungen und Vertreibungen schreiben das unsichtbare Drehbuch für die aufkommende Dynamik zwischen den Betroffenen. Das geht zurück bis in vergangene Generationen und kollektive Schicksale. Gerade in Deutschland sitzen die Traumatisierungen noch tief und kaum jemand hat sie nicht irgendwie noch in sich. Und letztlich enden sie in den altbekannten Reaktionsweisen Angriff, Flucht und Erstarrung.

Damit hat man die Bedrohung innen wie außen. Eine wirksame Gegenwehr und konstruktive Gruppen- und Projektbildung kommen u.U. nicht zustande. Soziales Leben geht verloren. Re-Traumatisierung droht.

Da helfen nur eine unterstützende und bewusstmachende Projektbegleitung und die wohlwollende Besinnung auf einen Satz von Saint-Exupéry:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“   Tränendes Herz aus dem Garten des Künstlerhofs Alt-Lietzow

Regina Liedtke

Nur gemeinsam sind wir stark! ———— Der Politik die Stirn bieten

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Soeben habe ich diese mail bekommen

>> aktueller TERMIN für MORGEN!

Betreff: Petitionsbeschluss: Der Petition wurde nicht entsprochen oder überwiegend nicht entsprochen

Nur gemeinsam sind wir stark!
Die Zeit für die Unterzeichnung unserer Petition ist abgelaufen. Vielen Dank für Eure Unterschrift! Eine Antwort der Stadt Berlin ist – wie zu erwarten – nicht erfolgt. Wir kämpfen weiter an der Umsetzung unserer Forderungen und sind dabei, neue Partner zu finden. Dazu bereits morgen die unten stehende Veranstaltung.
Bitte kommt sehr zahlreich, damit wir unseren Diskussionsgästen wirklich deutlich machen, wie wichtig unsere Anliegen für die Stadt und unsere gemeinsame Zukunft sind. Die versprochene Erhöhung des Kulturhaushalts kommt nicht, der zugesagte Neubau der Ernst-Busch-Hochschule steht infrage. Schluß damit! Aufhören! Was Neues!

BERLIN – Aufbruch oder Abbruch?
Die Bedeutung der Freien Künste für die Zukunft der Stadt – neue Ideen zwischen Eigenverantwortung und politischen Weichenstellungen

DI 15. Mai | 17 Uhr Podiumsdiskussion im RADIALSYSTEM V

Moderation: Tobias Rapp | DJ und Journalist
Podiumsgäste: Jan Eder | Geschäftsführer IHK Berlin

Burkhard Kieker | Geschäftsführer visit berlin

Andreas Krüger | Geschäftsführer Modulor GmbH – Modulor Haus am Moritzplatz

Christophe Knoch | MicaMoca, Sprecher der Koalition der Freien Szene
Berlin wird auch noch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer als weltweit einzigartiger Möglichkeitsraum angesehen. Außerhalb der institutionalisierten Einrichtungen wie Museen, Opern und Theatern hat sich in Berlin in den letzten Jahren eine breite Szene hochprofessionell und interdisziplinär arbeitender Künstler aller Sparten gebildet – die Freie Szene, die 95% aller Kulturschaffenden Berlins umfasst. Ihre Arbeit ist weltweit anerkannt, wird international aufmerksam verfolgt und vielerorts als ein Modell der Zukunft angesehen.
Bis jetzt galt: Die kreative Gründerszene boomt, internationale Besucher in wachsenden Millionenzahlen entdecken das neue Berlin, ein Mekka auch für Künstler aus der ganzen Welt. Der Kreativsektor hat sich dabei zu einem der tragenden Wirtschaftsfaktoren der Stadt entwickelt. Dennoch droht Berlin angesichts dieser positiven Ausgangslage seine wertvollsten Ressourcen wieder zu verspielen, indem zunehmend freie Räume verloren gehen, Künstler und Kreative trotz hoher Professionalität unter unzumutbaren Bedingungen arbeiten, und das Fördersystem auf den Status Quo setzt, indem es in erster Linie Institutionen statt Innovationen unterstützt.
Die Stadt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Weichen für die Zukunft müssen jetzt gestellt werden. Es müssen dringend wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die natürliche Entwicklung dieses Aufbruchs nicht wieder zum Abbruch kommt. Im Frühjahr 2012 hat sich erstmals ein Zusammenschluss aller in Berlin aktiven Künste gebildet – als Koalition der Freien Szene, die die Missstände aufgreift und im März 2012 in einem offenen Brief mit konkreten Vorschlägen und Forderungen veröffentlicht hat. Die Diskussionsveranstaltung am 15. Mai fußt auf diesen Vorschlägen und stellt sie in den Kontext von Wirtschaft, Tourismus und Stadtentwicklung.

Wenn Sie weiterhin an Informationen zur Koalition der Freien Szene interessiert sind, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@berlinvisit.org.
Mit herzlichen Grüßen von allen Beteiligten, Christophe Knoch
Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:
http://www.openpetition.de/petition/online/koalition-der-freien-szene-offener-brief-an-die-stadt-berlin

Liegenschaften sind mehr Wert als schnelles Geld! >>> Für einen PARADIGMENWECHSEL in der Liegenschaftspolitik

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Sie war gut besucht und ausgesprochen produktiv, die Tagung “Akteurs- und ExpertInnenRATSCHLAG”. Die beteiligten ExpertInnen und BesucherInnen auf der von über 20 Organisationen mitveranstalteten Tagung der Initiative Stadt Neudenken haben ein reichhaltiges Know How zusammengetragen, ausgetauscht und sich angeboten, dies der Politik – u.a. bei einem demnächst stattfindenden “Runden Tisch” - zur Verfügung zu stellen.


Ergebnisse der Tagung „Akteurs- und ExpertInnenRATSCHLAG und Podiumsdiskussion zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik“

Ideen für / Anforderungen an eine neue Liegenschaftspolitik:

Grundsätzlich besteht ein strukturelles Problem darin, dass die Liegenschaftspolitik des Berliner Senats (fast) ausschließlich die – einmalige und schnelle – finanzielle Verwertung von Grund und Boden sowie von landeseigenen Immobilien durch deren meistbietenden Verkauf im Rahmen eines Bieterverfahrens beinhaltet. Der Liegenschaftsfond Berlin operiert nur im Sinne einer Marketingabteilung. Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge für das Gemeinwesen kommen in dieser verengten Betrachtung nicht vor. Entsprechend ist die Zusammensetzung des Entscheidungsgremiums, der sogenannten „Steuerungsrunde“, in dem Vertreter aus den Senatsverwaltungen für Finanzen und Wirtschaft und aus dem jeweils beteiligten Bezirk darüber befinden, wie eine Liegenschaft zu Geld gemacht wird. Aufgrund von strukturellen haushaltsrechtlichen Fehlkonstruktionen werden die Bezirke zum Ausverkauf ihrer Liegenschaften gezwungen, anstatt vernünftige und weitsichtige Entscheidungen zu treffen. Es wurde als ein grundsätzlicher Mangel benannt, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beispielsweise in den „Steuerungsrunden“ gar nicht beteiligt ist. Allgemein wurde aber auch als Fehler im Vergabesystem die fehlende Beteiligung der betroffenen Bürger betont. Darüber hinaus wurde kritisiert, dass die Liegenschaftspolitik ohne nachhaltiges und transparentes städtebauliches Gesamtkonzept agiert und dabei folgenschwere Fehlentscheidungen trifft.

>> gefordert wird ein diesbezüglicher PARADIGMENWECHSEL

Aus den Erfahrungen der versammelten Expertenschaft wurde wiederholt auf folgende Punkte hingewiesen:

  • Für eine bessere Koordinierung und Prozessführung werden für Liegenschaftsankäufe konkrete Ansprechpartner auf Seiten der Politik benötigt
  • des Weiteren ein Projektmanagement „Rat für Räume“ als Vermittler zwischen allen Beteiligten, welches so professionell aufgestellt ist wie die konkurrierende Immobilienwirtschaft
  • man wünscht sich einen kooperativen Planungsprozess, dialogisches Verfahren, Partizipation, mehr direkte Demokratie und Bürgerschaftsbeteiligung, größere Offenheit gegenüber Mieter- und Bürgerinitiativen als Käufer oder Pächter
  • eine wesentliche Empfehlung bzw. Forderung ist die Vergabe von Grund und Boden als Erbpacht / Erbbaurecht, weil damit das Grundeigentum beim Staat / Gemeinwesen verbleibt und Bodenrechte langfristig gesichert sind = aktive Bodenpolitik
  • keine Vergabe von Liegenschaften ohne sinnvolles Nutzungskonzept
  • zur Vermeidung von strategischen Fehlern sollen Verkäufe und Ankäufe nur mit  stadtentwicklungspolitischer Gesamtkonzeption erfolgen, die auch solche von sog. Eigenbetrieben der Stadt Berlin (BEHALA, BSR ….) einbeziehen
  • in den Verfahren von Liegenschaftsverkäufen wird mehr Transparenz gefordert, dazu gehört beispielsweise ein öffentlich zugängliches Liegenschaftskataster
  • Leitbilder und Vergabekriterien sollten sein: sozial-ökologische Werte, gemischte Stadt, behutsame Stadterneuerung, 2000 Watt-Gesellschaft, Nutzen für die Bevölkerung, kulturelle Beiträge, Berücksichtigung der Sozialstruktur, eventuelle Re-Kommunalisierung zur Sicherung von Grund und Boden für begrünte Bürgernutzung
  • Artikel 15 des Grundgesetzes – Sozialisierung von Eigentum zur gemeinwirtschaftlichen Nutzung – sollte u.U. angewandt werden, wenn Eigentümer ihrer Verantwortung nicht nachkommen und gegen das Allgemeinwohl handeln

Als empfehlenswert wurde auf das Stadtforum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dessen Publikationen verwiesen:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtforum/

Außerdem:

Leerstandsmelder: www.leerstandsmelder.de

openberlin mit Nutzungsideen für zivilgesellschaftliche Projekte: www.open-berlin.org

Pressespiegel zum Thema:

http://taz.de/Liegenschaftspolitik-/!92803/

http://www.taz.de/!92801/

http://www.neues-deutschland.de/artikel/226133.gemischte-hauptstadt-angestrebt.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/buergerbewegung–stadt-neudenken–zurueck-zur-behutsamen-stadterneuerung,10809148,15179628.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gentrifizierung-in-berlin-der-ausverkauf-muss-aufhoeren,10809148,15143076.html

http://www.berliner-zeitung.de/wem-gehoert-die-stadt-/gentrifizierung-in-kreuzberg-wem-gehoert-die-stadt-,14947804,14948502.html

und die Initiative Stadt-Neudenken hat ihrem ersten gedruckten “Berliner Liegenschaftsanzeiger” herausgegeben

Die 7. BERLIN BIENNALE – Ort für den künstlerisch-kritischen Diskurs

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Sie ist bereits in vollem Gange – die 7. BERLIN BIENNALE FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST. Gestartet hat sie am 27.April 12 und läuft noch bis zum 1. Juli 12 mit zahlreichen Aktionen, Workshops und anderen Veranstaltungen, die sich kritisch mit gesellschaftlich relevanten und brennenden Themen und praktischen Umsetzungsformen auseinandersetzen.

Selbstbewusst präsentiert sie sich wie folgt:

„Die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst hat sich seit ihrer Gründung 1998 zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst weltweit entwickelt. Aus der Kunstszene einer der außergewöhnlichsten Kulturmetropolen Europas heraus erforscht die Berlin Biennale neue künstlerische Entwicklungen und Visionen und stellt diese in der Hauptstadt vor.

Die Berlin Biennale ist zu einem Magnet für Kunstinteressierte aus aller Welt geworden und hat eine enthusiastische Resonanz vom Publikum als eine experimentelle, kontextbezogene Ausstellung erhalten.“

Träger der Berlin Biennale sind die KW Institute for Contemporary Art. Ziel des Trägervereins berlin biennale für zeitgenössische kunst e.v. ist es, alle zwei Jahre eine repräsentative, internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Berlin zu ermöglichen, um innerhalb der Biennale auch weniger etablierte Positionen der jüngeren Künstlerschaft zeigen zu können.  „Die Berlin Biennale hat sich als eine Art ‘open space’ bewährt, der Experimente ermöglicht, Trends beleuchtet und kritisch hinterfragt. Gerade die innovative Qualität eines “Kunstlabors”, das die jüngsten Entwicklungen in der Kunst zur Diskussion stellt, soll weiter ausgebaut werden, um insbesondere jüngeren KünstlerInnen die Möglichkeit zu einem Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit zu geben.“ U.a. ist die Autonome Universität vertreten mit einem Vortrag von Peter Marcuse “Occupy und das Recht auf Stadt”.

Begleitend erscheint unter dem Titel „P/Act for art – forget fear“ eine Zeitung.

Programm: http://www.berlinbiennale.de/blog/7-biennale/veranstaltungen-2

Ausstellungs- und Veranstaltungsorte:

Akademie der Künste am Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Deutschlandhaus – Stresemannstraße 90, 10963 Berlin

KW Institute for Comtemporary Art – Auguststraße 69, 10117 Berlin

St. Elisabeth-Kirche – Invalidenstraße 3, 10115 Berlin

Charité – Sauerbruchweg 2, 10117 Berlin

Collegium Hungaricum Berlin – Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin

Hebbel am Ufer HAU EINS – Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Hebbel am Ufer HAU DREI – Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin

Sophiensaele – Sophienstraße 18, 10178 Berlin

Theaterdiscounter – Klosterstraße 44, 10179 Berlin

Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum – Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Neuausrichtung der Liegenschaftspolitik – Termine

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Mi 25. April Vorstellung der Pläne des Senats zur Neuausrichtung der Liegenschaftspolitik im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses (öffentliche Sitzung)

Sa 5.Mai 1. Akteurs und ExpertInnenRATSCHLAG zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik der Initiative Stadt Neudenken

Workshop: 9:30 - 16:30

Führung: 17:00 -18:30 Uhr

Podiumsdiskussion: 19:00 – 21:00

Ort: Forum Factory / 1. OG, Besselstr. 13-14 in 10969 Berlin

Pressemitteilung: http://stadt-neudenken.tumblr.com/PM25.04.2012

Programm:  http://stadtneudenkenpublic.pbworks.com/w/page/53036423/Programm

Info / Anmeldung:   http://stadt-neudenken.tumblr.com/Termine

Das ist eine Super-Möglichkeit, sich über anstehende Fragen und Ideen sowie über bereits realisierte  Projekte umfassend zu informieren und Kontakte zu knüpfen. :-)

Unsichere Zukunft

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Viele von uns wissen aktuell nicht, wie lange sie noch an ihrem Standort bleiben können und wo sie dann eine Bleibe finden werden!

Ich halte es da mit einem Spruch von Martin Luther:

“Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.”

                                                Gartenpflege im Künstlerhof Alt-LietzowFrühlingshafte Grüße!

Regina Liedtke

Neue Reihe: Stadtpolitik trifft Stadtforschung – Dialoge zur Stadtentwicklung

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Initiative Stadt Neudenken www.stadtneudenken.net
empfiehlt:

Mit der Reihe “Stadtpolitik trifft Stadtforschung – Dialoge zur Stadtentwicklung” wird ein neues Format begründet: das regelmäßige kritisch-konstruktive Gespräch zwischen Planungswissenschaften und Planungspolitik an der TU Berlin.

Veranstalter des ersten Dialogs: Think Berl!n Aljoscha Hofmann, Cordelia Polinna, Jana Richter, Johanna Schlaack Center for Metropolitan Studies (CMS) der TU Berlin Prof. Dr. Harald Bodenschatz Fachgebiet Planungs- und Architektursoziologie der TU Berlin Prof. Dr. Cordelia Polinna Weitere Infos unter: http://www.think-berlin.de/stadtpolitik.html

 

Think Berl!n

Stadtentwicklung: Berlin sieht schwarz-rot
18. April 2012 | 17:00 – 20:30 Uhr Ort: TU Berlin, Architekturgebäude, Hörsaal A151, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin
Wohin will der rot-schwarze Senat Berlin führen? Hat er die zentralen Herausforderungen erkannt? Was sind seine Ziele, Botschaften, Schlüsselprojekte und Prioritäten in der Stadtentwicklung? Wohnen – Mieten – Verdrängung: Lange ignorierte Themen werden von der Politik wieder entdeckt, wird es aber auch spürbare Taten geben? Die Rochade der Flughäfen wird die gesamte Stadtregion beeinflussen, doch wie sehen die Antworten auf dieses Jahrhundertereignis aus? War noch für die Wahl der Koalition die Verlängerung der A 100 ausschlaggebend, wurde mittlerweile die Zentral- und Landesbibliothek zum Lieblingsprojekt auserkoren. Doch weder Ort, Gestalt noch Programm dieses wichtigen Projektes wurden öffentlich diskutiert. Die 750-Jahrfeier Berlins 1987 war in beiden Stadthälften ein großes städtebauliches Ereignis, was aber wird der 775. Jahrestag der Gründung für die alte Mitte bringen? Und – für die TU Berlin vor allem interessant: Gibt es neue Chancen für eine Umgestaltung des Ernst-Reuter-Platzes?

Kulturelle Bildung und Künstlerische Therapien – gelebte Kreativität durch die Vermittlung von Künstlern, Kunst- und Kulturpädagogen und Künstlerischen Therapeuten

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Kunst- und Kulturpädagogen und Künstlerische TherapeutInnen – Kunst-, Musik-, Tanz- und TheatertherapeutInnen – stellen interessierten Menschen (Kindern und Erwachsenen) mit ihrer oft hochqualifizierten Doppelkompetenz das Potential der Künste für deren ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung und kreative Entfaltung zur Verfügung.

Sie arbeiten in unterschiedlichen sozialen und klinischen Feldern und an eigenen Standorten. Hier übernehmen sie eine wichtige gesellschaftliche Rolle als Bindeglied zwischen unseren technisierten Lebens- und Arbeitsbereichen, aus denen die Qualitäten der Künste weitestgehend verbannt worden sind und der reichen Welt kreativen Schaffens. Denn daran kranken wir als Gesellschaft und als Individuen. Besonders als freiberufliche und selbständige Anbieter leisten sie wichtige Pionierarbeit in einem noch jungen Tätigkeitsfeld und haben es oft genauso schwer, damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wie freischaffende Künstler. Ebenso haben Künstlerische Therapeuten ähnliche Probleme, passende und bezahlbare Räume für ihre Arbeit zu finden. Allgemein werden sie noch viel zu wenig wahr- und in Anspruch genommen. Dabei sind es gar nicht einmal wenige: Allein in Berlin gibt es über 100 in den großen anerkannten Berufsverbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien organisierte Künstlerische Therapeuten, die mit viel Engagement und Idealismus ihre Arbeit tun.

Deutsche Gesellschaft für Künstlerische Therapieformen e.V. (DGKT)
http://www.dgkt.de/

Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V. (DFKGT)
http://www.dfkgt.de/

Deutscher Arbeitskreis für Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie e.V. (DAGTP)
http://www.dagtp.de/

Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft e.V. (DMtG)
http://www.musiktherapie.de/

Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands e.V. (BTD)
http://www.btd-tanztherapie.de/index.htm

Deutsche Gesellschaft für Theatertherapie e.V. (DGfT)
http://www.dgft.de/

Die Bedeutung von kultureller Bildung und Künstlerischen Therapien nimmt beständig zu und das Interesse der Bürger an eigener aktiv gelebter Kreativität steigt aktuell enorm an!

>>> demnächst gründet sich ein Netzwerk freier Künstlerischer Therapeuten verschiedener Fachrichtungen in Berlin

Näheres unter:

http://kreativundheilsam.wordpress.com/2012/04/19/aufruf-zur-grundung-eines-netzwerks-frei-praktizierender-kunstlerischer-therapeuten-verschiedener-fachrichtungen-in-berlin/

Einladung zum Gründungstreffen:

http://kreativundheilsam.wordpress.com/2012/05/09/einladung-zum-grundungstreffen-fur-ein-netzwerk-freier-kunstlerischer-therapeuten/

 

Pressemitteilung der Koalition der Freien Szene

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Die Koalition der Freien Szene bündelt Ideen und Vorschläge, die unterschiedliche Netzwerke, Initiativen, Verbände, Gruppen und Einzelpersonen aller Künste – Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, Musiktheater, Neue Medien, Performance, Schauspiel, Tanz – für eine neue Kulturpolitik in Berlin entwickeln.

Seit der Veröffentlichung des Offenen Briefes an die Stadt Berlin für eine neue Kulturpolitik am 12. März 2012 ist viel passiert. Mehr als 2.000 Unterstützer haben die Petition bereits unterzeichnet, darunter zahlreiche Persönlichkeiten des Berliner Kulturlebens.

Auch eine erste Reaktion der Politik ist erfolgt: In der Sitzung des Kulturausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses am 26. März 2012 wurde der Beschluss gefasst die Mittel für Freie Strukturen nochmals um die zusätzliche Summe von 1 Million € jährlich anzuheben. Dieser Schritt geht zwar in die richtige Richtung, ist aber bei weitem nicht ausreichend.

Die Koalition der Freien Szene fordert eine Erhöhung der disponiblen Mittel im Kulturhaushalt von aktuell 5 % auf zukünftig 10 %, das entspricht einer Verdopplung von 20 auf 40 Millionen €. Das ist notwendig, um u.a. Honoraruntergrenzen für Freiberufler im Bereich der Darstellenden Künste und Musik sowie die überfälligen Ausstellungshonorare für Bildende Künstlerinnen und Künstler zu gewährleisten. Diese zentrale Forderung wird von folgenden Verbänden getragen: Landesverband Freier Theater (LAFT), Berufsverband Bildender Künstler (bbk berlin), Netzwerk TanzRaumBerlin/Tanzbüro/ztb und Dach/Musik. Angesichts der geplanten Aufstockung des Kulturetats zur Finanzierung von Tariferhöhungen an Institutionen erscheinen diese Forderungen mehr als gerecht.

Eine Möglichkeit, die notwendigen Zusatzmittel zu generieren, sieht die Koalition der Freien Szene in den zu erwartenden Einnahmen der Citytax. Eine anteilige Verwendung der Citytax zum Erhalt und zur Förderung Freier Strukturen aller Künste in Berlin wäre zugleich den Besuchern der Stadt gegenüber ein plausibles Argument für die Erhebung einer solchen Abgabe.

Die Koalition der Freien Szene spricht sich vehement gegen Vorschläge zur Schließung von Kultureinrichtungen aus. Der Schlüssel für die dauerhafte Prosperität der gesamten Berliner Kunst- und Kulturszene liegt in der Kooperation zwischen den großen Institutionen und der vielfältigen Freien Szene aller Künste. Die Zukunft liegt in einem solidarischen Miteinander. Dies gilt es zu fördern!

Die Arbeit der Koalition der Freien Szene geht weiter. Es gibt regelmäßige Treffen bei wechselnden Gastgebern. Aktuelle Informationen finden sich ab sofort auf der Internetseite www.berlinvisit.org.

Die Koalition der Freien Szene


Diese Presseinformation wurde zeitgleich und stellvertretend für einen großen Kreis von Mitinitiatoren von folgenden Einrichtungen und Verbänden verschickt: !KF, ada Studio für Zeitgenössischen Tanz, bbk berlin, Berliner Kammeroper, Dach/Musik, DOCK 11 EDEN, English Theatre Berlin, Heimathafen Neukölln, Neuköllner Oper, RADIALSYSTEM V, Sophiensaele, Tanzbüro Berlin, Theaterkapelle”

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Quelle:

http://www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=1979&refId=199

Aktuelle Termine aus der Kulturszene

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Das nächste Treffen  der Koalition der freien Szene  wird am 11.April 2012, um 15.00 Uhr in den Uferstudios für zeitgenössischen Tanz GmbH Uferstr. 8/23  (Tor 2), Badstr. 41a (Tor 1) 13357 Berlin stattfinden.
U8 Pankstraße U9 Nauener Platz S-Bahn Gesundbrunnen

Die neue Webseite der Freien Szene: http://berlinvisit.org/

Mit der Petition: Koalition der Freien Szene – Offener Brief an die Stadt Berlin

Stadt machen! – Zwischen künstlerischen Interventionen, ökonomischer Verwertung und Politikbetrieb im Rahmen des TAZLABs, mit Leonie Baumann, Mitinitiatorin der Initiative Stadt Neudenken und Rektorin der Kunsthochschule Weißensee im Gepräch mit stadtpolitischen Initiativen, Kulturschaffenden und Raumproduzentinnen

14.April 2012, 9:00-11:00 Uhr im Haus der Kulturen der Welt

Das Atelierhaus Sigmaringer1art, das derzeit auch um sein Weiterbestehen kämpft und Kulturplus e.V.  veranstalten gemeinsam am Sonntag, den 13.Mai 2012 von 12:00 bis 18:00 Uhr einen Tag der Offenen Ateliers.

Besondere Programmpunkte:

14:30 und 15:30 Chorprojekt im Treppenhaus in der Sigmaringer Str. 1, 10713 Berlin-Wilmersdorf

18:00 Jazzkonzert am Hohenzollerndamm 177 bei Kulturplus e.V.

Einladung:

http://sigmaringer1.files.wordpress.com/2012/03/einladung-offene-ateliers-mai-2012.pdf

ACHTUNG: VERÄNDERTER TERMIN!

Der Berufsverband Bildender Künstler / BBK Berlin veranstaltet seine nächste Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 30.Mai 2012 um 18:00 Uhr in den Räumen von K44 / Erdgeschoß des BBK, Köthener Straße 44, 10963 Berlin .

Wichtige Themen sind:

“vorneweg”:  18 Uhr Vortrag: Cai Wagner: Wie Künstler eine Galerie finden.

  • Neuwahl des Vorstands
  • künftige Kunstförderschwerpunkte in der Stadt
  • Kunst braucht Raum – für mehr bezahlbare Ateliers und eine kulturfreundliche Stadtentwicklungspolitik
  • Strategietreffen bei Haben und Brauchen (www.habenundbrauchen.de)
  • Koalition der Freien Szene
  • Förderung der Freien Projekträume und -initiativen – beschlossen?
>>> diese Punkte sind scheinbar vom BBK wieder fallen gelassen worden!
Es geht wohl nun nur noch um die Wahl, zu der aber auch keine weiteren Informationen zugänglich sind.
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