Zur Geschichte des Künstlerhofs

Künstlerhof Alt-Lietzow 12 - Außenansicht, vom Richard-Wagner-Platz kommendKünstlerhof Alt-Lietzow 12, Hofansicht

Der Künstlerhof Alt-Lietzow 12

Künstlerhof Alt-Lietzow 12 in Berlin-Charlottenburg

in Berlin-Charlottenburg ist seit ca. 30 Jahren ein lebendiger Ort der Kreativität und der Künste. Schon in den 80er Jahren waren in dem aus dem Jahre 1888/89 stammenden Gebäude Künstler angesiedelt.

Zu einer Stätte der kulturellen Begegnungen wurde der Künstlerhof jedoch durch die von der Künstlerin Brigitte Arndt gemeinsam mit  Frank Schroedter (Möbel und Objekte) dort veranstalteten großen Kulturfeste, Lesungen, Präsentationen von Videokunst, Tage der offenen Tür, Theateraufführungen und Ausstellungen.

Kulturfest auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12Kulturfest auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12     Kulturfest auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12

Flamencotänzerin auf dem Kulturfest im Künstlerhof Alt-Lietzow 12      Kinder werden kreativ, Kulturfest auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12      Kinder malen, Kulturfest auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12

2001 legten die beiden ein Konzept für den Künstlerhof als Kommunikations- und Kulturzentrum vor. Geplant war ein Ort für Künstler aus unterschiedlichen Kunstbereichen wie Bildende Kunst, Literatur und Musik, sowie für Besucher von außen, die zu Malkursen, Events oder in das integrierte Café kommen. Dies konnte jedoch nicht zur Realisierung gebracht werden, da es sich beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, in dessen Besitz das Haus war, nicht durchsetzen ließ.

Veranstaltung von Brigitte Arndt im Künstlerhof Alt-Lietzow 12Dennoch wurden von Brigitte Arndt, Frank Schroedter und einem Kreis von Helfern verstärkt und in großem Stil Veranstaltungen angeboten, die immer gut besucht waren. So gab es beispielsweise ein in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro City West veranstaltetes Konzert mit Gesängen von Carl Michael Bellman, eine Dichterlesung von Jorgen Gaare aus Pippi und Sokrates in Kooperation mit der Agentur Literatur Gudrun Hebel und dem Verlag Friedrich Oetinger und eine umfangreiche Arbeit über Erich Mühsam, der 1924-27 in Alt-Lietzow lebte und arbeitete.

Gedenktafel Erich Mühsam in Alt-Lietzow, © Brigitte Arndt Portrait von Erich Mühsam, © Brigitte Arndt

Zu Mühsam gestaltete Brigitte Arndt eine Gedenktafel, die im Januar 2003 in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin eingeweiht und an der Fassade des Künstlerhofs angebracht wurde. Zudem fand eine Dichterlesung zu Texten von Mühsam statt. Der Mühsam-Zyklus gipfelte schließlich im Oktober / November 2003 in der Theateraufführung „Die Freivermählten“.

Darüber hinaus leitet Brigitte Arndt seit Jahrzehnten regelmäßig Kunst- und Kreativitätsseminare mit jährlich stattfindenden Ausstellungen.

Ihre eigenen künstlerischen Arbeiten präsentierte sie in immer gut besuchten Vernissagen in ihrem Atelier Alt-Lietzow 12.

Einen lebendigen Eindruck davon gibt die Webseite von Brigitte Arndt: http://www.brigitte-arndt.de/vita.htm

Tag der offenen Tür in der Kreativpraxis im Künstlerhof Alt-Lietzow 12In dem kleinerem Rahmen ihrer Kreativpraxis veranstaltete auch Regina Liedtke Lesungen, Feste, Tage der offenen Tür, kollegiale Treffen,  Kreativworkshops und hielt Vorträge über Kunsttherapie. Beispielsweise fanden im November 2006 die Herbstlesung „Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde“ – Lyrik und Prosa gelesen von Susan Muhlack, mit musikalischer Begleitung von Astrid Graf / Klarinette sowie im Mai 2009 die Lesung mit Ritual “Blaue Feder singt” von Anneke Polenski, mit musikalischer Begleitung von Bernd-Uwe Krause / Trommel, Flöte u. Didgeridoo statt.

Und auch Stephan Herold trug mit seinen Musiksessions zum musisch-kreativen Leben auf dem Hof bei.

Nun stehen die Künstler und Künstlerinnen des Künstlerhofs vor einem neuen Kapitel ihrer Geschichte. Die Künstlerschaft bilden heute neben Brigitte Arndt, die Keramikerin Annette Wandrer, der Musikinstrumentenbauer und Musiktherapeut Stephan Herold, der amerikanische Schriftsteller und Schauspieler Michael Lederer, die Kunsttherapeutin, Kreativ-Coach und Bildende Künstlerin Regina Liedtke und ein Bildhauer. Wir suchen gerade nach Wegen, unseren Künstlerhof zu erhalten und in eine neue Zukunft zu führen, angesichts der Pläne des Landes Berlin, das Gebäude zu verkaufen. Dabei wird das Konzept von Brigitte Arndt und Frank Schroedter noch mal eine Rolle spielen, aber auch neue Ideen von Michael Lederer warten auf ihre Realisierung.

Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Wie lange kennen Sie den Künstlerhof? Waren Sie auf Veranstaltungen bei uns? Sind Sie zufriedene Besucher und Kunden? Oder sind Sie neu auf uns aufmerksam geworden und interessiert, uns kennenzulernen?

1 Gedanke zu “Zur Geschichte des Künstlerhofs”

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