„Wir brauchen die Kunst!“ … auch in der täglichen Berichterstattung

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Wir brauchen die Kunst!

Warum gibt es in den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF keine Berichterstattung über Theater, Kino, Ausstellungen, Oper und Literatur? Eine dringende Nachfrage von Klaus Weise.

Das hat sich die Koalition der Freien Szene auf ihrer letzten Plenumssitzung auch gefragt. Und das nicht nur in den Nachrichten. Denn die Produktionen der Freien Szene kommen in den Medien noch weniger vor, als Veranstaltungen der großen Institutionen.

Klaus Weise, Film- und Theaterregisseur und Autor, Generalintendant und Leiter der Biennale Bonn am Theater Bonn von 2003 bis 2013, breitet in der ZEIT ein flammendes Plädoyer aus, dass man als Künstler*in und künstlerisch interessierter Mensch nur so miteinstimmen möchte.

Ja, unsere Gesellschaft braucht für ihren lebendigen Diskurs die Inspiration der Künste!

Zur Lektüre empfohlen sei sein Artikel hier

 

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Berliner Liegenschaftskongress: Herausforderungen der wachsenden Stadt

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Berliner Liegenschaftskongress vom 04. September 2017

„Herausforderungen der öffentlichen Liegenschaftspolitik in der wachsenden Stadt“

Einen engagierten Impulsvortrag zur Einleitung hielt Prof. Dr. Heribert Prantl, Chefredakteur bei der Süddeutschen Zeitung

Zu Beginn skizzierte er Parameter, die eine Stadt ausmachen. Die physische Existenz der Bauten, die Architektur und Stadtentwicklung und als Wichtigstes die Stadtgesellschaft in ihrem sozialen Miteinander.

Einleitend erwähnte er die Charta von Athen und schilderte die Auswirkungen von Stadtplanung.

Die Charta von Athen wurde auf dem IV. Kongress des Congrès International d’Architecture Moderne (CIAM, Internationaler Kongresse für neues Bauen) 1933 in Athen verabschiedet. Unter dem Thema Die funktionale Stadt diskutierten dort Stadtplaner und Architekten über die Aufgaben der modernen Siedlungsentwicklung.

Resultate in der Umsetzung der Charta waren vor allem der veränderte Städtebau und die Auflösung des klassischen Urbanismus sowie der engen Altstadtareale durch große Freiflächen und die funktionale Trennung von bebauten Quartieren nach Wohnungen (z. B. Großwohnsiedlungen in Trabantenstädten), Büros, Einkaufsmöglichkeiten und Industrie, sowie die „autogerechte Stadt“.

in der Charta von Athen wurden u.a. folgende Forderungen erhoben:

  • Die Stadt muss, bei Gewährleistung individueller Freiheit, Handeln im Sinne der Allgemeinheit begünstigen.
  • Die Stadt muss als funktionelle Einheit definiert und in dem größeren Rahmen ihres Einflussbereichs geplant werden.
  • Die Stadt als funktionelle Einheit unterliegt den städtebaulichen Hauptfunktionen Wohnen, Arbeiten, Erholen und Bewegen.
  • Die Wohnung muss das Zentrum aller städtebaulichen Bestrebungen sein.

In der Folge bezog sich Prantl auf Brasilia als eine am Reißbrett geplante Stadt, der jedoch die gewachsene Lebendigkeit fehlt.

Verantwortlicher Stadtplaner war Lúcio Costa. Der Architekt Oscar Niemeyer trug als Chef des staatlichen Bauamtes die Verantwortung für das Projekt Brasília und entwarf die öffentlichen Gebäude. Als Grundriss für die Stadt wurde die Form eines Kreuzes gewählt.

In der Verwaltungsregion Plano Piloto leben heute vor allem Menschen der Mittel- und Oberschicht. Für die Arbeiter, die überwiegend aus dem Nordosten des Landes kamen und die Hauptstadt aufgebaut haben, war in der Planung kein Platz vorgesehen. Der größte Teil von ihnen lebt heute in den Satellitenstädten rund um die Kernstadt. Die Industrie, für die große Areale des Bundesdistriktes freigehalten worden waren, hat sich nicht angesiedelt.

Hohe Arbeitslosigkeit und deren soziale Begleiterscheinungen wie hoher Alkohol- und Drogenkonsum sowie ansteigende Kriminalitätsraten prägen das Bild der Vorstädte. Die Lebensqualität in Brasília mit Grünflächen, Versorgungseinrichtungen und guter Infrastruktur ist für die dort lebenden Menschen im Vergleich zu anderen Städten des Landes hoch.

Der Stadt fehlt aber durch wenig vorhandene soziokulturelle Einrichtungen das pulsierende und kulturelle Leben einer Hauptstadt. Die Politiker, Abgeordneten und Angestellten verbringen das Wochenende meistens in anderen Städten des Landes.

Alexander Mitscherlich, „Die Unwirtlichkeit unserer Städte“ – Darin bekämpfte er Mitte der 60er Jahre die im Geiste des Funktionalismus errichteten Nachkriegsstädte mit ihren Trabantensiedlungen, dem man ab den 70er Jahren mit dem (Städtebauförderungsgesetz) entgegenwirkte. Mitscherlich diagnostizierte, wie sich die Verödung der Städte auf den seelischen Haushalt und auf die menschliche Kommunikation auswirkt. Er wollte eine lebenswerte, solidarische Stadt.

Als ein Beispiel für positives Umlenken nach schweren Entgleisungen des sozialen Lebens nannte Prantl Palermo.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Palermo schwer beschädigt. Viele Bewohner der Altstadt zogen um in neugebaute Siedlungen am Stadtrand und die Wiederaufbauarbeiten gingen nur sehr schleppend voran. 1946 wurde Palermo zur Hauptstadt der neu errichteten Autonomen Region Sizilien. Die Stadt erlebte einen starken Zustrom von Menschen aus dem ländlichen Sizilien, so dass die Einwohnerzahl schnell sehr stark anstieg. Um Palermo herum wurden massenweise billig gebaute Sozialsiedlungen errichtet, während die Restaurierung des alten Zentrums vernachlässigt wurde und dieses zunehmend verfiel.

Zudem war Palermo von Kriegsende bis Ende des 20. Jahrhunderts fest in der Hand der Mafia, die alle drei Tage einen Mord beging. Gemeinsinn, öffentliche Verantwortung und eine aktive Bürgergemeinschaft fehlten, bis sich schließlich die Bürger von Palermo besannen.

Nach diesen einleitenden Referenzbeispielen bezüglich des Zusammenwirkens von Stadtplanung und Städtebau einerseits und dem lebendigen Miteinander einer Bürgergemeinschaft kam Prantl auf Berlin zu sprechen und hielt ein flammendes Plädoyer für eine sozialere Entwicklung der Stadt.

In Berlin seien in den letzten fünf Jahren die Bodenpreise um 350% gestiegen! Mit dem Umzug des Bundestages 1990 nach Berlin vollzog sich eine Verteuerung von 100 Mrd. Euro.

Berlin verzeichnet seit der Wiedervereinigung einen enormen Zuzug von Menschen und stieg von einer provinziellen geteilten Stadt am Rande Europas zu einer der angesagtesten Metropolen weltweit auf. Menschen aus aller Welt zieht es in die Stadt. Nicht nur die Touristenströme. Auch solche, die hier eine Zweit- oder Drittwohnung im Luxussegment erwarben oder den Immobilienmarkt mit seinen stark wachsenden Renditen als willkommene Kapitalanlage bzw. als Spekulationsobjekt in der Finanz- und Wirtschaftskrise mit ihrer Niedrigzinspolitik (nicht nur der EZB) nutzen. Für einen großen Teil der angestammten Einwohner bedeutet dies massive Verdrängung und Verteuerung ihres Lebensraums. Gentrifizierung. Die „Berliner Mischung“ von unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, aber auch von Wohnen und Arbeiten im Kiez mit ihren gewachsenen Strukturen geht zunehmend verloren. Die Spaltung zwischen arm und reich verschärft sich zunehmend in dieser Stadt, in der 16,5% der Einwohner Hartz IV-Empfänger sind. Ein Anteil, der nirgendwo in Deutschland so groß ist.

Wie sehr dies unserer Verfasstheit entgegensteht demonstriert er mit Zitaten der Bayerischen Verfassung (seinem Herkunftsbundesland) und der Präambel der Berliner Landesverfassung, die ich hier noch um die Artikel 24 und 28 Abs. 1 sowie um Artikel 14 Abs. 2 unseres Grundgesetzes ergänze.

Bayerische Verfassung – Art. 161

(1) 1Die Verteilung und Nutzung des Bodens wird von Staats wegen überwacht. 2Mißbräuche sind abzustellen.

(2) Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

Verfassung von Berlin

vom 23. November 1995 (letzte berücksichtige Änderung: Art. 70, geändert durch Gesetz vom 22. März 2016)

Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat am 8. Juni 1995 folgende Verfassung beschlossen, der die Bevölkerung Berlins in der Volksabstimmung vom 22. Oktober 1995 zugestimmt hat:

Vorspruch

In dem Willen, Freiheit und Recht jedes einzelnen zu schützen, Gemeinschaft und Wirtschaft demokratisch zu ordnen und dem Geist des sozialen Fortschritts und des Friedens zu dienen, hat sich Berlin, die Hauptstadt des vereinten Deutschlands, diese Verfassung gegeben: ….

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Artikel 14 

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Landesverfassung von Berlin

Artikel 24

Jeder Missbrauch wirtschaftlicher Macht ist widerrechtlich. Insbesondere stellen alle auf Produktions- und Marktbeherrschung gerichteten privaten Monopolorganisationen einen Missbrauch wirtschaftlicher Macht dar und sind verboten.

Artikel 28 (1) Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum. Das Land fördert die Schaffung und Erhaltung von angemessenem Wohnraum, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen, sowie die Bildung von Wohnungseigentum.

 

Prantl´s Appell heißt daher:

Städte sind Gemeinwesen, nicht Spekulationsobjekt!

Es geht um Bodenreform!

Nachhaltigkeit heißt Erbpacht!

Es braucht eine soziale Liegenschaftspolitik!

 

Das hat mittlerweile auch das Land Berlin eingesehen, nachdem es über seinen Liegenschaftsfonds über 10 Jahre lang sein „Tafelsilber“ meistbietend verkauft hat und somit seine Gestaltungsmacht für die Stadt an Spekulanten und Preistreiber abgegeben hat. Seit einiger Zeit setzt es nun seine neu ausgerichtete Liegenschaftspolitik schrittweise um. Unter anderem ist diese bei der Vergabe unseres Künstlerhofs angewandt worden.

Heute vertritt die BIM / Berliner Immobilienmanagement GmbH, in die der Liegenschaftsfonds eingegangen ist, eine gemeinwohlorientierte Liegenschaftspolitik, bei der der Verkauf von Grundstücken nicht mehr die Regel, sondern die Ausnahme ist. Auch die Kriterien haben sich verändert: Nicht mehr der Höchstpreis, sondern das beste stadtverträgliche Nutzungskonzept soll den Zuschlag erhalten.

 

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Presseerklärung und Programm des Liegenschaftskongresses:

https://www.berlin.de/sen/finanzen/vermoegen/nachrichten/artikel.627101.php

https://convent.de/de/archiv/managed-events/liegenschaftskongress/    (mit Portraits der Beteiligten)

https://www.morgenpost.de/berlin/article211817521/Berlin-setzt-auf-Konzepte-statt-auf-Hoechstpreis.html

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Stichwort-Protokoll (PDF):

Berl. Liegenschaftskongress 2017, Diskussionsrunden 

 

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Künstlerbuch: Regina Liedtke / Mein künstlerischer Weg – Erinnerungen, Werke und Projekte

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Damit habe ich den letzten Winter verbracht.

Irgendwie hatte ich das dringende Bedürfnis, meine künstlerische Entwicklung mal zusammenzufassen und mir über meine Position in der Kunst Rechenschaft abzulegen. Und je mehr ich mit Künstlerkolleg*innen darüber spreche, desto größer wird die Resonanz darauf. Gerade Künstlerinnen, die wie ich schon auf eine längere Schaffensphase zurückblicken und in einem Alter sind, wo man biografisch Bilanz zu ziehen beginnt, betrachten meine Initiative als Anregung auch für sich selbst.

Gern möchte ich meine Kunst und das entstandene Künstlerbuch einer interessierten Öffentlichkeit in Form eines Vortrags vorstellen und mit anderen über Gestaltungsfragen und künstlerische Prozesse, über die Positionierung auf oder gerade jenseits des kommerziellen Kunstmarkts und die eigene Form von Arbeit und Leben in einen anregenden Austausch kommen.

EINLADUNG zum bebilderten Vortrag mit Videoeinspielungen und passagenweisen Lesung aus dem autobiografischen Text:

Am Freitag, 08.September um 18:30 Uhr

in meiner Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision

auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow 12

10587 Berlin Charlottenburg

Der Eintritt ist frei.

 

Aus dem Exposé:

„Regina Liedtke, Bildende Künstlerin und Kunsttherapeutin, zeigt Werke und Projekte aus 40 Jahren ihres künstlerischen Schaffens. Ihre Ausdrucksweisen sind vielfältig. Sie umfassen Malerei, Zeichnungen, Objekte, Installationen, Performances und Videoarbeiten. In einem autobiografischen Text beschreibt die Autorin ihren Werdegang, beginnend mit dem Studium an der Hochschule der Künste Berlin bis zum work in progress der Gegenwart und lässt ihre LeserInnen teilhaben am Prozess der Auseinandersetzung mit formalen und philosophischen Themen. Dabei bezieht sie sich auf kunstgeschichtliche Strömungen, sowie Lehrer und Impulsgeber, die ihre Arbeit beeinflusst haben. Die Idee der Sozialen Plastik von Joseph Beuys begreift sie als übergeordnetes Bezugssystem für ihr Wirken insgesamt.“

Ich habe das Buch selbst erstellt und als Fotobuch herausgegeben.

© Regina Liedtke, Berlin 2017 – Hardcover, 28 x 21 cm, 34 Seiten mit 30 farb. Abb. u. 2 schwarz-weiß Abb. auf Fotopapier, Bestellung als book on demand: kreativ.liedtke@t-online.de  /  Preis: EUR 45,-

http://reginaliedtke.kulturserver-berlin.de/
http://www.kreativpraxis-berlin.de/eigenes.php

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09.09.17 – Impression vom gestrigen Abend:

 

Vortrag und Buchpräsentation „Mein künstlerischer Weg – Erinnerungen, Werke und Projekte“ in meiner kunsttherapeutischen Praxis auf dem Künstlerhof Alt-Lietzow mit tollen Gästen und inspirierenden, inhaltsreichen Gesprächen. Volle 2,5 Std. Konzentration. Danach noch lockerer Austausch bei Wein, Wasser, Saft, Butterbrezeln….. bis in die Nacht.

Das obenstehende Foto ist mir freundlicherweise von Sandra Becker zur Verfügung gestellt worden, das darunter stehende von Rotraud von der Heide.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank all meinen Gästen, die sich mit eigenen Erfahrungen und Betrachtungen in den Austausch eingebracht haben und danke auch für die schönen Feedbacks, die ich hinterher noch bekommen habe.

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Ateliersterben und kein Ende in Sicht

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Es ist ein Anrennen gegen die Zeit!

Während der Kultursenat von Berlin und das Atelierbüro des bbk berlin versuchen, die Zahl der Künstlerateliers deutlich zu erhöhen, sterben ihnen ständig bewährte Standorte für Kunst und Kultur gewissermaßen unter der Hand weg.

Das ambitionierte Ziel gemäß eines Masterplans, bis 2020 den geschätzt 8.000 bis 10.000 Bildenden Künstler*innen in der Stadt 2000 Arbeitsräume zur Verfügung zu stellen, rückt dabei nicht gerade näher.

Aktuell geht gerade das Kunstquartier UFERHALLEN im Wedding verloren. Es ist ein quälendes Sterben in Raten. Ein Prozess, der sich bereits seit einiger Zeit schleichend vollzieht und nun mit dem Gongschlag eines zweistelligen Millionendeals die aktuellen Schlagzeilen bestimmt.

Hintergrund dafür ist der Verkauf der Liegenschaft durch den Berliner Senat aufgrund der finanziellen Notlage, die durch den Berliner Bankenskandal ausgelöst worden war. Nun geht die Privatisierungswelle und die Spirale der Gewinnmaximierung in eine neue Runde.

Die dort eingemieteten Künstler*innen scheinen in dieser prekären Lage in einer schwachen Position. Eine Presseerklärung kursiert auf facebook, ist jedoch im Netz unauffindbar. Die offizielle Webseite der Uferhallen AG schweigt zu all dem.

Pressespiegel vom 23.08.17

http://www.monopol-magazin.de/zalando-gruender-kaufen-berliner-kuenstlerareal-uferhallen

http://www.tagesspiegel.de/berlin/millionendeal-in-berlin-gesundbrunnen-privatinvestoren-kaufen-uferhallen/20230202.

htmlhttp://www.berliner-zeitung.de/berlin/millionendeal-in-wedding-samwer-bruder-kauft-uferhallen-28214066

Presseartikel vom 07.07.17

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/wedding-kuenstler-fuerchten-um-ihre-ateliers-in-den-uferhallen-27934812

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Presseerklärung der Koalition der Freien Szene

Im Bewusstsein der Sozialen Plastik. – Mein Besuch bei der Künstlerin und Aktivistin Rotraud von der Heide auf dem Teufelsberg.

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„STADT – LAND – KUNST  Jedes meiner Kunstwerke ist eine komplexe Kombination aus Programmen, Intuition, sensorischer Aktivierung und ästhetischem Gebilde“ – “mit den Mitteln der Performance und multimedialen Rauminszenierung“, so definiert Rotraud von der Heide ihre künstlerische Position auf ihrer Webseite.

Unser Austausch über unsere Wege der Kunst führt uns zu Beuys´s Idee der Sozialen Plastik. Die künstlerische Gestaltung in Verbindung mit dem Einwirken auf gesellschaftliche Prozesse, das ist uns beiden in jeweils unterschiedlicher Ausprägung ein wichtiges Anliegen. Mein Künstlerbuch findet Rotrauds Interesse. Ihr Sonnentor und mein Erdkreis (Meine Erde. Deine Erde. Unsere Erde.) markieren ein gemeinsames Bewusstsein für das Kreieren von Kraftorten und für die energetische Qualität des Verbundenseins mit dem Großen Ganzen.

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„An der Stelle des heutigen Teufelsbergs stand in den 1940er Jahren der Rohbau der Wehrtechnischen Fakultät, die im Rahmen des nationalsozialistischen Projektes der Welthauptstadt Germania gebaut werden sollte. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage gesprengt, teilweise abgerissen und als Baumaterial genutzt.

In den 1950er Jahren entdeckte die US-Armee den Berg als hervorragenden Standort für eine Abhöranlage.“ (Wikipedia, aufgerufen am 29.07.17)

Eine Vielzahl von Initiativen zur Nachnutzung des Teufelsbergs nach der Wende der 90er Jahre führte bis heute zu keinem Ergebnis.

Seit 2013 ist der Verein Initiative Kultur-DENK-MAL Berliner Teufelsberg g. e. V. als Plattform für ehrenamtlich Engagierte in Kunst, Kultur, Natur und Geschichte auf dem Teufelsberg aktiv, in dem sich Rotraud von der Heide engagiert. Ein sehr schöner, von ihr gestalteter Katalog gibt einen Einblick in die Aktivitäten der Graffiti-Künstler*innen und Kunstprojekte im öffentlichen Raum. In dem dort niedergelegten Teufelsberg-Manifest definiert der Verein die Ziele Denkmalschutz, Nutzung für alle, nachhaltige und gemeinnützige Entwicklung sowie Denkfabrik als Forum für die Zukunft des Teufelsbergs.

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Es war ein anregender persönlicher Austausch und eine weitere Kooperation in Charlottenburg mit dem Potential zu mehr….

Link zur Webseite von Rotraud von der Heide

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Transaktionen – Über den Wert künstlerischer Arbeit

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„„Wir sind an einen Punkt gekommen, wo der Markterfolg sämtliche Theorien ersetzt.“
(Michel Houellebecq, 2010)

Die Ausstellung versteht sich mit einem umfangreichen Begleitprogramm als Diskursplattform, um verschiedene Aspekte der Beziehung von künstlerischen Praxen zum gegenwärtigen Finanzsystem zu beleuchten und zu hinterfragen.  Ökonomische Aspekte haben die Produktion und Rezeption von Kunst stets begleitet. Doch noch nie scheint das Medium derart von den Kräften des Marktes überformt und getrieben worden zu sein….“

So beginnt die Ankündigung der Ausstellung, in deren Rahmen der Vortrag mit Diskussion von Wolfgang Ullrich stattfindet:

KREATIVITÄT

Samstag, 19. August 2017 um 21:00 Uhr

Haus am Lützowplatz
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
Lützowplatz 9
10785 Berlin

Die Veranstaltung findet statt im Rahmenprogramm der Ausstellung:
Transaktionen – Über den Wert künstlerischer Arbeit
1. Juni – 20. August 2017

Wolfgang Ullrich lebt als freier Autor in Leipzig. Publikationen zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, zu bildsoziologischen Fragen und Konsumtheorie.

Weitere Informationen zur Ausstellung : http://www.hal-berlin.de/ausstellung/transaktionen/

Die Veranstaltung findet auch im Rahmen der Lange Nacht der Museen Berlin statt.

Künstlerhof Alt-Lietzow ist gerettet!

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Nach über sechs Jahren können wir freudig verkünden: Unser Einsatz gegen einen schnellen Verkauf unseres Künstlerhofs zum Höchstpreis hat sich gelohnt.

Die Künstlerhof Alt-Lietzow gGmbH, vertreten durch Brigitte Arndt und Frank Schroedter, ist seit dem 01. Juli 2017 die neue Eigentümerin. Sie haben das Gebäude von der landeseigenen BIM / Berliner Immobilien Management GmbH erworben und das Grundstück gepachtet. Sie sind selbst seit vielen Jahren Mieter in Alt-Lietzow. Brigitte Arndt hatte im Jahre 2001 den Künstlerhof in Alt-Lietzow gegründet. Beide haben sich schon immer engagiert für ein lebendiges Miteinander, z.B. mit Hoffesten und Ausstellungen dort eingesetzt.

Als gemeinnütziger Ort für Kunst und Kultur wird der Künstlerhof künftig ein Programm von unterschiedlichen Veranstaltungen anbieten und damit in den Bezirk und die Stadt hineinwirken.

Die Internetpräsenz geht auf eine eigene Homepage über. Dort stellt sich der Künstlerhof mit seinen alten und neuen KünstlerInnen demnächst der Öffentlichkeit vor und kündigt seine Aktivitäten an.

 

Für Ihre Kontaktaufnahme nutzen Sie bitte folgende Kontaktdaten:

Info@kuenstlerhof-alt-lietzow.de

Postanschrift: Künstlerhof Alt-Lietzow gGmbH
Alt-Lietzow 12
10587 Berlin

Telefon 030 / 84430104
Mobil Brigitte Arndt 0175 / 541 32 08 ,  Frank Schroedter 0174 / 911 77 91

Nun gibt es hier erst mal viel zutun. Die Einweihung des Künstlerhofs in erneuerter Form wird im nächsten Jahr stattfinden. Die Gründer Brigitte Arndt und Frank Schroedter sind zur Zeit mit Bauarbeiten, organisatorischen Aufgaben und
vor allem mit der Ausarbeitung des Künstlerhofskonzepts beschäftigt.

Die Webseite ist in Arbeit. Schauen Sie bitte zukünftig auf:

www.kuenstlerhof-alt-lietzow.de

 

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Ganz herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche, die mich/uns erreicht haben. Davon sind die hier als Kommentare zu lesenden nur ein Teil.

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UdK-Rundgang 2017

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Rundgang am 21.-23. Juli 2017 

 

 

 

 

 

Der Rundgang der ganz in unserer Nähe gelegenen Universität der Künste Berlin, der wir nicht zuletzt wegen ihrer Unterstützung für unseren Künstlerhof in besonderer Weise verbunden sind, ist eine feste Größe im Berliner Kultursommer. Jedes Jahr öffnet die größte künstlerische Hochschule Deutschlands zum Abschluss des akademischen Jahres für drei Tage die Werkstätten, Ateliers, Studios und Probenräume ihrer vier Fakultäten Bildende Kunst, Musik, Gestaltung und Darstellende Kunst sowie des Berlin Career College und gibt der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, die jungen Künstlerinnen und Künstler der Hochschule und ihre Arbeiten kennen zu lernen.

Das diesjährige Plakat entwickelte Lena Drießen, Studentin der Fachklasse für Grafik- und Kommunikationsdesign von Prof. Fons Hickmann an der UdK Berlin.

Das Programm können Sie hier einsehen.

 

Gründung der bundesweiten Allianz der freien Künste

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Mit der Gründung der bundesweiten „Allianz der freien Künste“ haben sich Vertreter der darstellenden Künste und der Musik zusammengeschlossen, um – nicht zuletzt in Hinsicht auf die anstehende Bundestagswahl – für eine dringend benötigte Verbesserung der Lage von freien KünstlerInnen einzutreten. Die Bildenden Künste sind bislang noch nicht vertreten, aber selbstverständlich mit gemeint. Es gibt Bemühungen, dass die Bildende Kunst zukünftig auch mit vertreten sein wird. Ähnlich wie bei der Berliner „Koalition der Freien Szene“ will dieses Bündnis spartenübergreifend und solidarisch eine Stimme für alle freien KünstlerInnen sein.

In ihrem am 27.06.17 vorgestellten Positionspapier heißt es u.a.:

„Die Freie Szene  hält  die  Kultur  lebendig  und  facettenreich  und  sie  ist  Motor für Innovation und neue Entwicklungen. Inhaltlich-künstlerisch haben die Freien Künste einen bestimmenden und stilprägenden Einfluss auf die ästhetischen Diskurse und die Entwicklung der einzelnen Kunstsparten. Indem sie ungewohnte Perspektiven eröffnet, gesellschaftspolitische  Themen  aufgreift  und  Sicht-und  Arbeitsweisen  zur  Disposition stellt,  haben  die  Freien Künste  einen  substantiellen  Anteil  an  der  zivilgesellschaftlichen  Entwicklung.  Bei  vielen  Akteur*innen der Freien Künste verbinden sich darüber hinaus künstlerisch-ästhetische Ansätze mit einer Vielzahl von sozialen, integrativen und interkulturellen Projekten.

Die  sozialen  und  wirtschaftlichen  Rahmenbedingungen  jedoch,  unter  denen  die  Akteur*innen der Freien Künste arbeiten, werden weder ihrem bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag noch der Arbeitspraxis der Freien Künste gerecht.

Die Allianz  der  Freien  Künste will  die  Arbeits-und  Lebensbedingungen  für  die  in  diesem  Arbeitsfeld tätigen Akteur*innen ebenso grundlegend wie nachhaltig verbessern. Sie will spartenübergreifend  gemeinsame,  übergeordnete  Forderungen  bündeln  und  in  den  kulturpolitischen Diskurs einbringen. Die Allianz der Freien Künste will die Aufmerksamkeit auf den Arbeitsbereich  der  privatrechtlich  organisierten  Kunst-und  Kulturschaffenden  in  Deutschland  und  ihre künstlerische Praxis lenken.“

Wichtige Forderungen beziehen sich auf die prekäre Honorarsituation, zu starren Regelungen bei der Sozialversicherung und drohende Altersarmut – um nur einige Punkte zu nennen. In unserem Beitrag zur Lage der Solo-Selbständigen haben wir bereits darüber berichtet: https://altlietzow12.wordpress.com/2017/03/06/oeffentliches-fachgespraech-zum-thema-solo-selbstaendigkeit/#comments

Positionspapier der Allianz der freien Künste

Homepage der Allianz der freien Künste 

Live-Mitschnitt der Pressekonferenz zur Gründung der bundesweiten Allianz der Freien Künste am 27.06.17

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Presseecho:

Freie Künstler vernetzen sich bundesweit

Tagesspiegel vom 28.06.17 – Patrick Wildermann

http://www.tagesspiegel.de/kultur/gruendung-allianz-der-freien-kuenste-freie-kuenstler-vernetzen-sich-bundesweit/19988154.html

Allianz der Freien Künste – Auch wer frei arbeitet, braucht später eine Rente

27.06.2017 | 7 Min. | Quelle: Deutschlandfunk Kultur

http://www.ardmediathek.de/radio/Fazit-Kultur-vom-Tage/Die-Allianz-der-Freien-K%C3%BCnste-stellt-sic/Deutschlandfunk-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=42945138&documentId=43842102

Die Freien Künste – was zu tun ist!

WDR 3 Resonanzen | 27.06.2017 | 08:21 Min.

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-resonanzen/audio-die-freien-kuenste—-was-zu-tun-ist-100.html 

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Wie Kuratoren die Kunst dominieren.

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WIE FREI IST DIE FREIE KUNST EIGENTLICH?

UND WIE SELBSTBESTIMMT SIND DIE KÜNSTLER*INNEN?

 

Ausstellungen werden zu Werbeveranstaltungen des Kunstmarkes.

Kuratoren beanspruchen die Deutungshoheit über Kunst.

Neoliberale Wirtschaftsstrukturen lösen staatliche Ankaufsentscheidungen von Museen ab.

Kunstvereine haben ihre progressive Kraft verloren.

 

So in etwa lautet die kritische Analyse von Stefan Heidenreich in seinem Artikel, den er in der ZEIT vom 21.06.17 veröffentlicht hat.

Er schreibt:

„Ob Documenta oder Biennale, überall herrschen Ausstellungsmacher und schaden der Kunst und den Künstlern.

Kuratieren ist undemokratisch, autoritär und korrupt. Ohne Angabe von Gründen, ohne Diskussion wählen Kuratoren ihre Künstler aus und entscheiden, was wo und wie gezeigt wird. Wie kommt es, dass ausgerechnet in der Kunstwelt, in der doch sonst auf Freiheit so viel Wert gelegt wird, Ausstellungsautokraten derart viel Macht zugebilligt wird?

Die Auswirkungen der Kuratierepidemie beschränken sich nicht auf die einzelne Ausstellung. Sie betreffen den ganzen Kunstbetrieb. Seit kuratiert wird, was noch gar nicht so lange der Fall ist, haben sich Künstler dem neuen Regime angepasst…..“

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Schafft die Kuratoren ab!

Von Stefan Heidenreich

http://www.zeit.de/2017/26/ausstellungen-kuratoren-kuenstler-macht/komplettansicht

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