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Einladung des Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung AK nachhaltige Stadtentwicklung
The Arts and the City IV Internationale Konferenz
CREATE YOUR CITY ! Von der Vermarktungsstrategie zur offenen Produktionsgemeinschaft? Kollaborations- und Raumstrategien in Kunst, Kreativwirtschaft und Zivilgesellschaft


2. Juli 2012 Berlin. Forum Factory, Besselstraße 13-14
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung / www.bildungswerk-boell.de

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Kooperationspartner: Böllstiftung, Kreativquartier Südliche Friedrichstadt, Berliner Kunsthalle e.V.
Anmeldung bis 29.6.2012 unter stadtpolitik@bildungswerk-boell.de

Die Konferenz „CREATE YOUR CITY !“ fokussiert auf die Dynamik kreativer Strategien, Projekte und Netzwerke aus Sicht der Teilnehmer und Produzenten der „Kreativen Stadt“. Sie stellt damit die Kreative Stadt-Perspektive auf den Kopf, welche seit 10 Jahren im Sinne Richard Floridas die Steuerung und die globale Vermarktung von lokalen Kultur- und Kreativmilieus propagiert.

Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft, als Felder innovativer und spannungsreicher Vergesellschaftung, verdichten sich in „Kreativen Städten“ zu „kreativen Milieus“. Ob neues Prekariat oder neue Lebensentwürfe: Beruf und Leben – Produktion, Distribution und Vermittlung – AuftragsAquise, Bildung und politisches Engagement verschmelzen. Arbeit und Leben findet in NetzWerken statt, wird als offene Ko-Produktion organisiert und inszeniert.
Diese produktiven „Innovationsökologien“, werden zunehmend von Kultureinrichtungen, Unternehmen, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung entdeckt. Statt Kultur oder Wissen zu „vermitteln“, wird die Teilhabe an Netzwerken, Prozessen und Diskursen organisiert. Die Umsetzung solcher Kommunikationsleistungen erfolgt nicht selten durch Künstler, Kuratoren und andere Kreative.

Die kreativen Milieus werden zunehmend politisch. Die Kritik an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, wie Gentrifizierung und prekäre Arbeitsverhältnisse, ist in aller Munde. Mit den  Analyse-, Aktions- und Mobilisierungsformen der 68er im Gepäck, jedoch ohne gemeinsamen utopischen Nenner, produzieren die Kreativ-Milieus medienwirksam ihre politische Agenden, Protestformen wie auch Lobbyarbeit in eigener Sache.
Mehr und mehr reflektieren die „Kreativen“ ihre komplexe Verstrickung und Verantwortung im Entwicklungs- und Verwertungssystem. Zu beobachten ist keine neue Ordnung sondern ein spannungsreicher und innovativer gesellschaftlicher Laborzustand, in dem Aufbruchstimmung und Kritisches Bewusstsein sich reiben.

Im Zentrum der Konferenz steht der fundierten Austausch zwischen den Akteuren über die Frage ob eine neue Produktionsgemeinschaft erkennbar ist und welche Rolle diese in der Stadtgesellschaft spielen kann. Mit dem Willen zur Präzision in der Unschärfe kreist die Konferenz Begriffe und komplementäre Fragen, deren Zusammenführung als Experiment angelegt ist.

Ablauf
9:00 Uhr Ankommen 9:30 Uhr Begrüßung und Einführung
10:00 Uhr Auftaktdebatte Community Building, Ko-Produktion, NetzWerken: Neue Produktions- und Vermittlungsansätze oder virales Marketing und Selbstausbeutung?
o    Holm Fribe (Zentrale Intelligenz Agentur / „Wir nennen es Arbeit“) o    Daniel Boy (Invisible Playground / You Are GO! Street Games Festival) o    Franziska Werner (Künstlerische Leitung, Sophiensaele) o    Harry Sachs (ZKU – Zentrum für Kunst und Urbanistik), angefragt
Moderation: Mathias Heyden (ISPRA)
Impuls von Holm Fribe (Zentrale Intelligenz Agentur / „Wir nennen es Arbeit“)

11:30 Uhr Ortstermin : „Kreativquartier Südliche Friedrichstadt“
o    Florian Schmidt (Leiter Projektbüro Kreativquartier Südliche Friedrichstadt) o    N.N. (Berlinische Galerie), angefragt o    N.N. (Stadtrat/rätin, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg), angefragt o    Robert Slinger (KAPOK Architekten)
Moderation: N.N.

13 Uhr Mittagstafel

14:00 Uhr Parallele Workshops


WS I: Wirtschaftswunder Coworking: Neue Prekarität oder Innovationsschub?
o    Jordi Subiras (Betahaus Barcelona) o    Judith Utz (KNNK KreativNetzNeuKölln / Coopolis) o    Ulrike Fey (Creative Service Center Pankow) o    Tanja Mühlhans (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung), angefragt
Moderation: Jürgen Breiter (Urban Curator)
WS II Alternativkulturkäseglocken oder offene Produktions- und Lebensräume? Wie viel Veränderung braucht die Stadt?
o    Daniela Brahm (ExRotaprint) o    Philippe Cabane (Stadtplaner und Soziologe, Basel – Projekt Kasernenhof) o    N.N. (Club Kater Holzig, Friedrichshain), angefragt o    N.N. (Eisenbahnmarkthalle), angefragt
o    Moderation: Mathias Heyden (ISPRA)
WS III Mächtige Diskursproduktion: Aufmerksamkeitsökonomie oder neue Politisierung?
o    Florian Wuest (Haben und Brauchen) o    Maria Linares (Citizen Art Days / Künstlergruppe »Parallele Welten«) o    Maria Nicanor / Lutz Henke (Berlin Lab Team / BMW Guggenheim Lab), angefragt o    Christophe Knoch (Koalition der freien Szene Berlin)
Moderation: Florian Schmidt (Stadtsoziologe)

16:30 Uhr Pause / Cafe und Kuchen


17:00 Uhr Performative Öffentlichkeit oder Kultur als Entwicklungsstrategie?
o    Hilke Berger (Graduiertenkolleg Hafencity University: „Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste)
im Dialog mit
o    Wanda Wieczorek (Überlebenskunst.Schule – in Kooperation mit dem HKW)
Moderation: N.N.

18:30 Uhr Abschlussdiskussion: CREATE YOUR CITY ! – Strategien für die kollaborative Stadt
o    Andreas Krüger (Modulor Projekt GmbH)    o    Prof. Dr. Bastian Lange (Humboldt Universität zu Berlin / Multiplicities-Berlin)     o    Ela Kagel (Supermarkt Brunnenstraße – Berlin Wedding)      o    Bola Olalowo (MdA, Wirtschaftspolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen)
Moderation: Florian Schmidt (Stadtsoziologe)

20:30 Uhr ENDE mit Ausklang

Aktualisiertes Kongressprogramm:

http://event.boell-net.de/OrgClient/Downloads/11526.pdf

 

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Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Kottbusser Damm 72
10967 Berlin

AK nachhaltige Stadtentwicklung
Koordinator: Florian Schmidt
Tel: + 49 (0) 160 964 12 601
Fax: + 49 (0) 618 30 11
stadtpolitik@bildungswerk-boell.de
www.bildungswerk-boell.de
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