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Eine Pressemitteilung des Netzwerks Berliner Projekträume und -initiativen:

Word-Cloud-2012 von © Severine-Marguin

Am 17. November 2012 um 19:00 Uhr lädt das Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen unter dem Titel

 

 

Interdisziplinär . diskursiv . nicht marktorientiert
Zur besonderen Bedeutung von freien Projekträumen und –initiativen für die bildende Kunst in Berlin

zu einer Podiumsdiskussion ins Haus der Kulturen der Welt, John Foster Dulles Allee 10, Berlin Tiergarten ein.

Flyer des Netzwerks Projekträume im HdKdW

Das seit 2009 aktive Netzwerk freier Berliner Projekträume und –initiativen vertritt die Interessen von mehr als 150 Berliner Projekträumen.
Diese  genießen im Kunstkontext international den Ruf, besonders vital und experimentell zu sein und ihre Anzahl und Vielfalt gilt weltweit als einzigartig. Künstler/innen, Kurator/innen, Kunstkritiker/innen u. a. Kunstakteure aus aller Welt kommen nach Berlin, gerade weil es diese Räume gibt, in denen neue künstlerische Arbeitsformen erprobt werden können, ohne dem Druck des Marktes ausgesetzt zu sein. Das zeitgenössische Kunstgeschehen in Berlin findet zu einem beachtlichen Teil an diesen Orten statt.

Zwar vergibt die Berliner Kulturverwaltung in diesem Jahr erstmals sieben mit je 30.000 Euro dotierte Preise an selbstorganisierte Projekträume und -initiativen als eine erste Anerkennung ihrer Leistungen, aber durch den Verlust bezahlbarer Räume und zunehmend prekäre Arbeitsbedingungen bleiben viele von ihnen in ihrer Existenz bedroht. Die fortschreitende Auflösung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen, die Berlin als Kunststandort bisher so einzigartig machen, trifft die freie Szene am stärksten.

Zu Beginn der Veranstaltung präsentiert die französische Kunstsoziologin Séverine Marguin erstmals ihre Studie ‚Die Berliner Projekträume: ein Standort‘, die sie im Rahmen ihrer Dissertation erarbeitet hat. Danach wird die Podiumsdiskussion stattfinden, die  für Zuschauerfragen und -statements offen ist.

‚Das auf Berlin projizierte Bild vom gelobten Land der zeitgenössischen Kunst benötigt dringend einen Realitätsabgleich. (…) Obwohl die „freien Kunstprojekträume und -initiativen“ oft als marginalisierte Akteure bezeichnet werden, spielen sie eine zentrale und oftmals unterschätzte Rolle im Kunstfeld. Wenn Berlin die „Künstlerwerkstatt Europas‘ ist, so sind Projekträume ihr vitales und dennoch fragiles Herz.“
Séverine Marguin, Studie über die Situation von Projekträumen in Berlin, 2011

„Projekträume: Vitales, aber fragiles Herz der Kunstszene“ – Studie über die Situation von Projekträumen in Berlin, Berlin 2011, Séverine Marguin in:  vonhundert no. 17 (S.30-32)

 

PROGRAMM

Begrüßungen und Einführung
Prof. Dr. Bernd Scherer (Intendant, Haus der Kulturen der Welt)
Vertreter des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -initiativen

Präsentation der Studie Projekträume: Vitales, aber fragiles Herz der Kunstszene Berlin 2011
Séverine Marguin (Kunstsoziologin, Leuphana Universität Lüneburg + EHESS Paris)

Podiumsdiskussion: Interdisziplinär . diskursiv . nicht marktorientiert
Leonie Baumann (Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee, Mitinitiatorin der Initiative Stadt Neudenken)
Jan Ketz (Kurator, Betreiber Raum für Zweckfreiheit)
Andreas Koch (Künstler, Herausgeber der Zeitschrift von hundert)
Heike Catherina Mertens (Vorstand Kultur, Schering Stiftung)
Daniela Wolf (Co-Projektleiterin SYNAPSE, Haus der Kulturen der Welt)

Moderation: Detlev Schneider (Theater- und Kulturwissenschaftler, Kurator)

Anschließend besteht die Möglichkeit, bei einem Get-together ins Gespräch zu kommen.

ein Projekt mit dem Haus der Kulturen der Welt im Rahmen von SYNAPSE – The International Curators‘ Network

unterstützt vom bbk berlin e. V.

Positionspapier des Netzwerks freier Berliner Projekträume und -initiativen

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Ein Kurzprotokoll der Veranstaltung befindet sich unter „Kommentare“

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