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Hier leite ich eine Presseerklärung des BBK Berlin an unsere Leser weiter. Mit solidarischen Grüßen an unsere KünstlerkollegInnen vom Atelierhaus Sigmaringer 1 und dem Kulturplus e.V. – R.L.

Berliner Liegenschaftspolitik: Der Wahnsinn hat weiter Methode

Presseerklärung des bbk berlin vom 27.03.2013

Diesmal:

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf will aus 40 Künstlerateliers Aktenlager machen

„Berlins Liegenschaftspolitik wird immer grotesker“, so heute Herbert Mondry, Vorsitzender des bbk berlin. „Schauplatz diesmal: Wilmersdorf. Im Zentrum des Bezirks gibt es zwei große Standorte der Bildenden Kunst und Produktionsflächen für professionelle Bildende Künstlerinnen und Künstler:

  • Die Ateliers im der ehemaligen Diskothek „Riverboat“ direkt am Rathaus in Wilmersdorf, einst ein Kultur – Vorzeigeprojekt des Bezirks, 1996 für immerhin 600.000.- DM aus dem Kulturhaushalt zu professionellen Ateliers ausgebaut, genutzt von 9 Künstlerinnen und Künstlern, zusammengeschlossen im Verein Kulturplus, der auch gemeinnützige Kunstprojekte anbietet und
  • die Ateliers im ehemaligen Gesundheitsamt in der Sigmaringer Str.1. Dort sind im Rahmen des Atelierprogramms der Senatskulturverwaltung 30 Ateliers entstanden. Hier wurden bis 2008 über 165.000.- € an Kulturfördermitteln aufgewendet. Im Gebäude ist zugleich ein Gründerinnenzentrum untergebracht.

Diese Ateliers will das Bezirksamt, vertreten durch den auch für Kultur zuständigen Bezirksstadtrat Gröhler, nunmehr baldmöglichst räumen lassen. Nach der durch die Berliner Liegenschaftspolitik erzwungenen Abgabe des Rathauses Wilmersdorf will das Bezirksamt ausgerechnet in den Künstlerateliers Aktenlager und Bürokratie unterbringen, obwohl ihm alternative Standorte im neuen Verwaltungszentrum Charlottenburg zur Verfügung stehen.

Diese 40 Künstlerarbeitsplätze sind nicht nur für die Kunst in Berlin unverzichtbar. Genauso wichtig sind sie für die urbane Qualität des Wilmersdorfer Ortskerns und des ganzen Berliner Westens. Der verantwortliche Stadtrat ist, welche Ironie, zugleich auch noch Bundestagskandidat für eine Partei, die sich regelmäßig und lautstark über die kulturpolitische Vernachlässigung des alten Berliner Westens beschwert.“

Mondry abschließend: „Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Unser Appell : Macht die Stadt nicht zur Wüste!“ (Hervorhebung R.L.)

bbk berlin, 27.03.2013

http://www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=2444&refId=199

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Ein Artikel in der zitty illustriert den bedrohlichen Abbau von Künstlerstandorten, die meisten in Charlottenburg-Wilmersdorf:

http://static.zitty.de/fm/55/Atelierr%C3%A4ume.pdf

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