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Die Mieten steigen. Künstler werden aus ihren Ateliers vertrieben. 200 Ateliers sind akut gefährdet. Der Atelierbeauftragte sieht sich als „Verwalter des Mangels“.

In einem Presseartikel von Gabriela Walde vom 25.6.13 heißt es u.a.

„Alle schwärmen unentwegt über Berlin als Weltstadt für junge, zeitgenössische Kunst. Die Kunstszene gehört längst zum Vermarktungsprofil. Doch unter welchen Bedingungen leben Berlins Künstler eigentlich? „Berlin wäre ohne Künstler ein armes Würstchen!“ Das findet zumindest Florian Schöttle, und der muss es eigentlich wissen: Schöttle ist Atelierbeauftragter des Landes Berlin, sozusagen Sonderbeauftragter für Künstler ohne Dach über dem Kopf. Künstler brächten Geld in die Stadt, meint er, nicht allein durch die Galerien, sie sind kultureller Mehrwert, ohne sie gäbe es nur halb so viel Spaß in der Stadt.

Er selbst nennt sich „Verwalter des Mangels“, klingt etwas kokett, schließlich managt er 1,4 Millionen Euro für das Ateliersofortprogramm, das der Senat fördert.  …….

…..derzeit in 830 Studios und Atelierwohnungen, bis Ende des Jahres, so hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit verkündet, sollen noch einmal hundert neue Ateliers entstehen.“

Von den 9400 Künstlern, die in der Künstlersozialkasse in Berlin registriert sind, wären das gerade mal ca. 10%. Doch die steigenden Mieten können von den Künstlern mit meist geringem Einkommen nicht aufgefangen werden. Zum Teil wird mittlerweile das Doppelte gefordert.

„Rund 200 Ateliers sind dieses Jahr gefährdet, so schätzt man beim BBK, dem Berufsverband bildender Künstler. „Die Atelier-Situation ist schlecht und verschärft sich. Das führt in Folge dazu, dass weniger Künstler nach Berlin kommen und sich hier niederlassen“, glaubt Christoph Tannert, Chef des Künstlerhauses Bethanien in Kreuzberg.“

Lesen Sie den Presseartikel:

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article117425486/Fuer-Berlins-Kuenstler-werden-die-Ateliers-knapp.html

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/berlin/article117423415/Rechnen-muss-heute-jeder-Kuenstler.html

PS: Die Atelierförderung in Berlin wurde maßgeblich von dem  Atelierbeauftragten Florian Schöttle aufgebaut. Wenn das Atelierbüro im Kulturwerk des BBK Berlin im September diesen Jahres sein 20. Bestehen feiert, hat er fast 18 Jahre lang diese Arbeit geleistet und mit seinem Engagement geprägt.

Lesen Sie hier einen Presseartikel aus den ersten Tagen nach seinem „Amtsantritt“ vom 09.02.1996:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/berlins-neuer-atelierbeauftragter-kuemmert-sich-um-arbeitsraum-fuer-bildende-kuenstler-schielen-auf-karow-nord,10810590,9079644.html

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