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Aktuell ist eine Studie über „Struktur und Einkommen der kreativ Tätigen in Berlin“ erschienen, die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft in Auftrag gegeben wurde und der Beratung der Politik dienen soll. Das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. / DIW durchgeführte Forschungsprojekt bestätigt, was schon alle wussten: KünstlerInnen und Kreative in Berlin bilden einen wesentlichen Teil der Erwerbstätigen und leben mit einem Existenzminimum.

In der Meldung auf „Creative City Berlin“ heißt es:

„Das Gute zuerst: In Berlin entfiel etwa ein Viertel des gesamten Beschäftigungswachstums der letzten Jahre auf die Kreativwirtschaft, in der gesamten Volkswirtschaft war es ein Achtel. Allerdings gibt es weiterhin einen deutlichen Einkommensrückstand der kreativ Tätigen in Berlin gegenüber denen in anderen Regionen. So müssen Kreative teilweise mit einem Monatsnetto-Einkommen in Höhe von 1.000 Euro und Künstler mit 800 Euro auskommen. Für eine Altersversorgung bleibt dabei nichts übrig. Zu diesen Ergebnissen kommt die DIW-Studie „Struktur und Einkommen der kreativ Tätigen in Berlin“ im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft.   …… „

Bereits die Studie des Instituts für Strategieentwicklung / IFSE hatte 2011 genau das – zumindeste für die Künstlerschaft – festgestellt.

Nun haben wir also noch eine Studie als Referenz, um unsere prekäre Situation zu belegen. Genau darum ging es gerade wieder in diesem Sommer bei der Kampagne der Koalition der Freien Szene und geht es seit Langem.

Wir stellen also fest:  Berlin ist eine Stadt der Kreativen und verdankt ihr Beschäftigungswachstum genau diesen Leuten. Dennoch sind Künstler und Kreative noch immer – „arm, aber sexy“.

Und? Hilft uns das?

Entscheidend ist doch nun, was die so beratene Politik daraus macht.

>> Wir dürfen weiter gespannt sein.

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Es lohnt sich aber auf jeden Fall, die Studie genau zu lesen, denn es wird eine Fülle von interessanten Bezügen aufgemacht:

DIW-Studie: Berlins Kreative verdienen am schlechtesten in Deutschland

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.430297.de/diwkompakt_2013-076.pdf

Auch lesenswert zum Vergleich:

Arbeitsmarkt Kultur: Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Kulturberufen

http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2542&rubrik=2

IFSE-Studie zur Situation Berliner KünstlerInnen

http://www.ifse.de/uploads/media/Studio_Berlin_II_IFSE.pdf

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Regina Liedtke

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