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(aktualisiert am 19.11.13)

BERLIN verdankt seine Einzigartigkeit engagierten Menschen, die einerseits mit viel Kreativität für das Erschaffen immer neuer Gestaltungsräume und andererseits mit Liebe in den Erhalt historischer Werte in die Stadt investieren, sie gestalten und mit Leben erfüllen.

Doch die Politik macht daraus eine Marke, die sie vermarktet und gleichzeitig damit zerstört.

Mit dem Argument des Schuldenberges und Geldmangels werden unwiederbringliche Werte vernichtet und durch Fehlentscheidungen und Mißwirtschaft Gelder eher in Sand gesetzt, als eingenommen und nachhaltig investiert. Und selbst die generierten Einnahmen von Immobilienverkäufen sind schneller in Haushaltslöschern verschwunden, als man neue Objekte veräußern kann. Allein, wenn man sich vor Augen hält, dass der BER monatlich 36 Mio. Euro verschlingt, ohne dass er einen Wert erwirtschaftet, muß einem vernünftig denkenden Menschen der Zweifel beschleichen, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Anstatt mit dem Schaffen von Werten haben wir es hier eher mit der Vernichtung von Werten zutun. Und von Stadt als Lebensraum sind wir da weit entfernt.

Eine am 29.10.13 im rbb-Fernsehen gesendete Reportage von Gabriele Denecke geht der jeweiligen Geschichte einiger prominenter Beispiele der Zerstörung unserer Stadt nach, die einen wütend und traurig zugleich zurück läßt.

Das Tacheles, die East-Side-Gallery, die C/O Galerie im alten Kaiserlichen Postfuhramt und das Hotel Bogota stehen hier stellvertretend für viele andere. Für die renomierte Fotogalerie ist mittlerweile ein neuer Ort gefunden. Auch ein gelungener Erhalt eines alten Stadtbades mit veränderter Nutzung wird als Positivbeispiel angeführt. Für andere jedoch kommt jede Rettung zu spät.

Der Film ist abrufbar unter:

http://www.rbb-online.de/doku/die_rbb_reporter/beitraege/berlin-verkauft-berlin.html

Möge jede/r von uns die ihr/ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, sich in die Mitgestaltung unserer Stadt einzubringen – als bürgerschaftliches Engagement und als Einflußnahme auf politische Entscheidungen. Damit der Wahnsinn ein Ende hat.

Regina Liedtke

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Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilung des BBK Berlin:

200 Millionen für das Tacheles: Spekulation gewinnt, Berlin verliert !

http://www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=2904&refId=199

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