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Aufgelesen von „Aktuelles“ des BBK Berlin: http://www.bbk-berlin.de/con/bbk/front_content.php?idart=2985&refId=199

 

Ein Artikel von Regina Liedtke

„Der Kunstmarkt brummt: Mein Haus! Meine Yacht! Meine Frau! Mein Rothko!

Wenn wir derzeit irgendetwas von bildender Kunst wissen, dann das: Der Kunstmarkt brummt!  […]

Kunst ist eine der besten Kapitalanlagen und Steuervermeidungsfelder der Welt geworden. Mit Kunst kann man Geld waschen, Erbschaftsteuern sparen und öffentliche Anerkennung erringen. Und noch viel besser spekulieren als mit Aktien. In Feuilletons der „bürgerlichen“ Zeitungen nimmt die Rubrik „Kunstmarkt“ wesentlich mehr Raum ein als Kritiken von Ausstellungen oder gar diskursive Auseinandersetzungen mit neuen Formen des Ausdrucks. Die Kunst spricht fast nur noch durch die Sprache des Geldes zu uns. Aber das tut sie so laut wie nie zuvor.“

So heißt es in einem Artikel von Georg Seeßlen in der TAZ vom 11.12.13, der auf sein im neuen Jahr erscheinendes Buch „Kunst frisst Geld. Geld frisst Kunst“ hinweist, welches er mit Markus Metz in der edition suhrkamp herausgibt.

Was dem selbstkritisch von Seiten der KünstlerInnen hinzuzufügen wäre, das ist der beschämende Umstand, dass sie selbst in vorauseilendem Gehorsam ihre Kunst und ihr Denken über Kunst in den Definitionsrahmen genau dieser vom Kunstmarkt vorgegebenen Bewertungen einpassen. Kunst als das, womit man Stipendien bekommt, einen Galeristen findet und was sich verkaufen lässt.

Seeßlen´s provozierende These hierzu: „Eine Kunst, die die Freiheit des Geldes in der Postdemokratie ausdrückt, brauchen wir nicht.“

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Weitergehende Infos:

Zu Georg Seeßlen auf Wiki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_See%C3%9Flen

Seeßlen´s Blog – eine Fundgrube gegen den Strich gebürsteter Gedanken zu Kunst, Kultur, Kapitalismuskritik und Demokratie:

http://www.seesslen-blog.de/

Rezensionen zu Veröffentlichungen von Seeßlen und Metz:

http://www.satt.org/gesellschaft/13_01_kapital.html

auch interessant dazu:

http://www.blickamabend.ch/life/10-gruende-warum-sich-der-kunstmarkt-aendern-muss-id2702429.html

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