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Mieter von Wohnungen und kleinen gewerblichen Räumen als Freiberufler wie beispielsweise Künstler sind von der zunehmenden Vertreibung des Immobilienmarktes gleichermaßen betroffen.

Während sie mit ihrem Schicksal persönlich allein gelassen werden, sind jedoch generelle Fehler in der Liegenschaftspolitik und einer verfehlten Förderpolitik dafür verantwortlich. Die Grundsätze eines neoliberalen Marktkapitalismus, für den nur das Recht des Stärkeren und der maximale Profit gelten und in dem Lebens- und Arbeitsräume allein als Ware betrachtet werden, führen zur Zerschlagung sozialer Strukturen und bedrohen Menschen existenziell.
Hier ein Beitrag, der sich mit dem Bereich Wohnen befasst, der jedoch in seinen Erkenntnissen als allgemein gültig angesehen werden kann.

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BERLIN  In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.
Der Film MIETREBELLEN ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.“
Quelle: http://mietrebellen.de/

„In ganz Berlin werden Normalbürger im Kampf um ihre Mietwohnung politisiert und schließen sich zusammen. Sie werden hinausgedrängt, weil sie sich die energetische Modernisierung nicht leisten können, weil die Förderung für ihre Sozialwohnung wegfällt, weil ihre Miet- in eine Eigentumswohnung umgewandelt werden soll. Viele von ihnen wurden von Coers und Schulte Westenberg porträtiert, die meisten sind Geringverdiener. „Es herrscht Klassenkampf am Wohnungsmarkt“, sagt ¬Coers.“
Lesen Sie hier weiter: http://www.zitty.de/der-film-mietrebellen-und-der-hauserkampf.html

Coers und Westerburg zeigen in ihren Film „Mietrebellen„, dass auch ein solidarischer Umgang möglich ist. […] Wenn ihr Handeln nicht kompatibel mit dem gegenwärtigen Wirtschaftssystem ist, in dem auch die Wohnung nur eine Ware ist, muss man sich fragen, soll man die Menschen oder das Wirtschaftssystem ändern. Mit dieser Frage gehen die Zuschauer aus dem Kino.“
Lesen Sie hier weiter: http://www.heise.de/tp/news/Mietrebellen-2177622.html
Literaturtipps:
Das Buch Mietenwahnsinn – Warum Wohnen immer teurer wird und wer davon profitiert von Andrej Holm (Soziologe an der Humboldt-Universität Berlin) ist bei Knaur Klartext erschienen und kostet 7,00 Euro.

Die soziale Wohnungsbauförderung in Deutschland sei ein Wirschaftsförderprogramm für den Immobilien- und Wohnungsmarkt. Das Grundproblem bestehe darin, dass wir ein System einer sozialen Zwischennutzung haben, die nach 20 – 25 Jahren auslaufe. So seien über 4 Mio. Sozialwohnungen öffentlich  finanziert worden, aber nur noch knapp 1 Mio. Wohnungen mit Sozial- und Mietpreisbindung stünden zur Verfügung.

Interview mit Andrej Holm:

Presseartikel Andrej Holm:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/steigende-mieten-in-berlin-die-wohnungspolitik-des-senats-ist-unverantwortlich/7404262.html
http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/steigende-mieten-in-berlin-mit-oeffentlichen-geldern-werden-private-gewinne-finanziert/7404262-2.html

Das von Peter Nowak herausgegebene Buch Zwangsräumungen verhindern – Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle ist in der Edition Assemblage erschienen und kostet 7,80 Euro.
http://www.edition-assemblage.de/zwangsraumungen-verhindern/

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rbb Berliner Abendschau vom 29.06.2014: Kein Platz für Ateliers

 

 

Kein Platz für Ateliers
Den Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt kriegen auch immer mehr Künstler zu spüren: Viele Ateliers müssen schließen, weil die Räumlichkeiten zu Wohnungen umgebaut oder Gebäude saniert werden. Im Innenstadtbereich ist jedoch kaum Ersatz zu finden. Das Ergebnis: In der Hauptstadt, die sich so gern mit ihrer Kunstszene rühmt, werden die Künstler an den Rand gedrängt.

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Eins der bedrohten Atelierhäuser ist die Prenzlauer Promenade. Unter dem Motto Finger weg von unserer Platte findet am 06.07.2014 eine Einladung zu Offenen Ateliers statt:

http://atelierhausprenzlauerpromenadeberlin.wordpress.com/current/

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(Aktualisierung vom 28.8.14)

Wem gehört die Stadt?

Die Reportage von Kristian Kähler und Andreas Wilcke gibt einen tiefen Einblick in das Geschehen am aufgewühlten Berliner Immobilienmarkt. (ARD-Mediathek)

30.8.14 um 19:00 Uhr: Gemeinsam gucken und drüber reden:

http://www.think-berlin.de/2014/08/film-und-diskussion-wem-gehoert-die-stadt/

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Immobilien-Doku über Berlin – Träumen und räumen

Der Artikel über die Reportage von Christoph Twickel (Spiegel)

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Preistreiber auf dem Immobilienmarkt 

Sehr informativer und umfassender Artikel von Jutta Blume über die Wohnungssituation in Berlin und die Rolle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die – wie der Berliner Liegenschaftsfonds bisher – Immobilien ausschließlich nach finanziellen Gesichtspunkten betrachtet. (Heise.de)

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67360_872416432790351_7934144190188900470_nDie Bundesregierung als Groß-Spekulant!

BImA privatisiert zum Höchstpreis Wohnungen und treibt die Mieten hoch.

 

 

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