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Die gerade von Kulturstaatsministerin ­Monika Grütters (CDU) in Berlin vorgestellte Studie des Deutschen Kulturrats beweist, was eigentlich schon alle wussten:  

Frauen sind in Kunst und Kultur unterrepräsentiert und benachteiligt.

Das große Geld wird in diesem Bereich mehr als anderswo von Männern verdient. Das wird allgemein bedauert, aber wirklich ändern soll sich lt. taz eigentlich nichts. Nur bei der Besetzung von Jurys, Beiräten u.ä. Beratungsgremien – die ja eh ehrenamtlich arbeiten! – soll ein Quötchen von 30% eingeführt werden. Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat meint dazu: „Da muss keiner Angst haben, dass er von Frauen überfahren wird.“ Eine Quote von 50% etwa bei öffentlichen Zuwendungen (wie von Pro Quote Regie gefordert), eine Quote also, die den Namen verdiente wird mit der Begründung abgelehnt, dies sei ein „Eingriff in die Kunstfreiheit“.  Somit ist also sichergestellt, dass sich an dem „Gender Pay Gap“ – von Zimmermann zwar ein Skandal genannt – nichts ändert!

Um auf die Frage „Wie steht es um die Stellung von Frauen in Kunst und Kultur“ zurückzukommen: Die Antwort lautet „schlecht!“

Frau hätte sich gewünscht, die Studie würde die diversen Bedingungen und Strukturen herausarbeiten, die für diesen Mißstand verantwortlich sind und an die man wirksam ansetzen könnte, um zu tatsächlichen Veränderungen zu kommen.

(Kommentar von R.L.)

Lesen Sie dazu den Artikel in der taz: https://www.taz.de/Sexismus-in-Kultur-und-Medien/!5314843/

Es soll nun ein Runder Tisch eingerichtet werden.

Hierzu heißt es in einer Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats:

http://www.kulturrat.de/pressemitteilung/gender-pay-gap/

„Wir werden nicht lamentieren, sondern konkrete Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit erarbeiten und dann schnell umsetzen.“

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Die Studie:

https://www.kulturrat.de/publikationen/frauen-in-kultur-und-medien/

Das Buch schließt mit konkreten Vorschlägen an Politik, Verwaltung, Kultureinrichtungen, Rundfunkanstalten, Fördereinrichtungen und Kulturverbände wie mehr Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann.

Von Gabriele Schulz, Carolin Ries, Olaf Zimmermann, Theresa Brüheim, Barbara Haack, Ruth Sandforth, Friederike Wapler

ISBN 978-393-486841-0, 491 Seiten, 28 x 21,2 cm, 24,80 Euro

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Wenn jemand von unseren Lesern sich dieser Lektüre mal annimmt, würden wir uns über einen Kommentar dazu freuen.

 

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