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Mit der Gründung der bundesweiten „Allianz der freien Künste“ haben sich Vertreter der darstellenden Künste und der Musik zusammengeschlossen, um – nicht zuletzt in Hinsicht auf die anstehende Bundestagswahl – für eine dringend benötigte Verbesserung der Lage von freien KünstlerInnen einzutreten. Die Bildenden Künste sind bislang noch nicht vertreten, aber selbstverständlich mit gemeint. Es gibt Bemühungen, dass die Bildende Kunst zukünftig auch mit vertreten sein wird. Ähnlich wie bei der Berliner „Koalition der Freien Szene“ will dieses Bündnis spartenübergreifend und solidarisch eine Stimme für alle freien KünstlerInnen sein.

In ihrem am 27.06.17 vorgestellten Positionspapier heißt es u.a.:

„Die Freie Szene  hält  die  Kultur  lebendig  und  facettenreich  und  sie  ist  Motor für Innovation und neue Entwicklungen. Inhaltlich-künstlerisch haben die Freien Künste einen bestimmenden und stilprägenden Einfluss auf die ästhetischen Diskurse und die Entwicklung der einzelnen Kunstsparten. Indem sie ungewohnte Perspektiven eröffnet, gesellschaftspolitische  Themen  aufgreift  und  Sicht-und  Arbeitsweisen  zur  Disposition stellt,  haben  die  Freien Künste  einen  substantiellen  Anteil  an  der  zivilgesellschaftlichen  Entwicklung.  Bei  vielen  Akteur*innen der Freien Künste verbinden sich darüber hinaus künstlerisch-ästhetische Ansätze mit einer Vielzahl von sozialen, integrativen und interkulturellen Projekten.

Die  sozialen  und  wirtschaftlichen  Rahmenbedingungen  jedoch,  unter  denen  die  Akteur*innen der Freien Künste arbeiten, werden weder ihrem bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag noch der Arbeitspraxis der Freien Künste gerecht.

Die Allianz  der  Freien  Künste will  die  Arbeits-und  Lebensbedingungen  für  die  in  diesem  Arbeitsfeld tätigen Akteur*innen ebenso grundlegend wie nachhaltig verbessern. Sie will spartenübergreifend  gemeinsame,  übergeordnete  Forderungen  bündeln  und  in  den  kulturpolitischen Diskurs einbringen. Die Allianz der Freien Künste will die Aufmerksamkeit auf den Arbeitsbereich  der  privatrechtlich  organisierten  Kunst-und  Kulturschaffenden  in  Deutschland  und  ihre künstlerische Praxis lenken.“

Wichtige Forderungen beziehen sich auf die prekäre Honorarsituation, zu starren Regelungen bei der Sozialversicherung und drohende Altersarmut – um nur einige Punkte zu nennen. In unserem Beitrag zur Lage der Solo-Selbständigen haben wir bereits darüber berichtet: https://altlietzow12.wordpress.com/2017/03/06/oeffentliches-fachgespraech-zum-thema-solo-selbstaendigkeit/#comments

Positionspapier der Allianz der freien Künste

Homepage der Allianz der freien Künste 

Live-Mitschnitt der Pressekonferenz zur Gründung der bundesweiten Allianz der Freien Künste am 27.06.17

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Presseecho:

Freie Künstler vernetzen sich bundesweit

Tagesspiegel vom 28.06.17 – Patrick Wildermann

http://www.tagesspiegel.de/kultur/gruendung-allianz-der-freien-kuenste-freie-kuenstler-vernetzen-sich-bundesweit/19988154.html

Allianz der Freien Künste – Auch wer frei arbeitet, braucht später eine Rente

27.06.2017 | 7 Min. | Quelle: Deutschlandfunk Kultur

http://www.ardmediathek.de/radio/Fazit-Kultur-vom-Tage/Die-Allianz-der-Freien-K%C3%BCnste-stellt-sic/Deutschlandfunk-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=42945138&documentId=43842102

Die Freien Künste – was zu tun ist!

WDR 3 Resonanzen | 27.06.2017 | 08:21 Min.

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-resonanzen/audio-die-freien-kuenste—-was-zu-tun-ist-100.html 

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